März
2003
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Der
Barmherzige Samariter
und das Räubernest !
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Wo ist die Wurzel des Übels ?
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Da geht der
Samariter ein zweites Mal nach Jericho, fand einen zweiten Verwundeten, hob
ihn ein zweites Mal auf. Ging ein drittes, ein viertes, ein fünftes Mal
den gleichen Weg und fand jedes Mal einen Verwundeten. Er ging hundert Mal
und fand hundert Mal ... und immer an der gleichen Stelle. Als er zum 132.
Mal von Jerusalem nach Jericho ging, dachte er bei sich: Es liegt immer wieder
einer da ... und stolperte darüber ... holte dann, wie üblich, Vorrat
aus der Satteltasche und begann mit der üblichen Sorge diesen neuesten
132. Verwundeten übungsgemäß zu salben und zu wickeln, um
ihn anschließend - weil Übung den Meister macht - mit einem einzigen
Ruck auf den Esel zu verladen ... der auch sofort davonlief, in üblicher
Richtung auf die Herberge zu. Und dort auch richtig ankam, der Esel mit dem
Verwundeten ... diesmal bloß zu zweit, ohne den Samariter. Der Samariter
war nämlich in der Wüste geblieben, um dort zunächst das Räubernest
auszuspionieren ... als er nämlich über seinen 132. Verwundeten
stolperte, war ihm nämlich eine Erleuchtung gekommen ... , dass er sich
auch vorsorglich mit dem Räubernest befassen sollte, statt nur Heftpflaster
auszuteilen ...
Sollten
wir nicht auch wie der Samariter uns einmal überlegen, wo den die Wurzel
so manchen Übels zu finden ist ?
Wir schimpfen so oft über dies und jenes, sind aber meist nicht bereit,
uns mit dem Thema zu beschäftigen, Eigenverantwortung zu übernehmen,
und auch uns zu ändern.
Wir sollten eigentlich nicht 132 mal benötigen, um zu erkennen, daß
ein Problem meist so offen darliegt, wir es aber nicht erkennen, erkennen
wollen, oder die Schuld jemand anderen geben. Jede Veränderung beginnt
bei jedem einzelnen von uns.
In
den Medien z.Bsp. wird uns immer wieder über die furchtbaren Dinge des
2. Weltkrieges berichtet, einhergehend mir der Frage an die Kriegsgeneration:
"Ja habt Ihr den das nicht gewußt und gesehen was da passiert und
wohin das führt , habt Ihr den weggeschaut ?"
Diese Frage möchte ich heute und jetzt stellen: Ja sehen wir denn nicht, was passiert, und wohin das führt, schauen den alle weg ?
Was
passiert in den unzähligen Kriegen auf der ganzen Welt ? Was passiert
in Afghanistan, in Israel, im Irak usw. und im angeblichen "Kampf gegen
den Terror", und alle Welt anscheinend ja und Amen dazu sagt. Passiert
nicht dort genau das Gleiche wie in der Geschichte ?
Alle die nicht so handeln wie es im Interesse der Machthabenden ist, sind
ab jetzt Terroristen, und dürfen ohne jegliche Frage so behandelt werden,
und anscheinend tut keiner etwas dagegen......
Wer Gewalt sät wird auch wieder Gewalt ernten. Siehe Israel. Israel hat
die effektivste Terrorbekämpfung der Welt, und trotzdem versinkt Israel
in der Gewalt, weil ein Unrecht kein anderes tilgen kann.
Viele
glauben in einer heilen Welt zu sein und sehen nicht wo wir stehen. Wir glauben
unsere "Errungenschaften" sind unerschütterlich und währen
ewig. Dabei sind die meisten diese Strukturen (z.Bsp. Weltfinanz, ...) ja
schon beim zusammenbrechen.
Nicht pessimistisch soll das Ganze gesehen werden sondern optimistisch realistisch.
Den wer vor lauter (versprühtem) Optimismus die Realität nicht sieht,
läuft Gefahr, blind und naiv zu sein.
Darum
überlegen wir uns in Eigenverantwortung, nicht erst beim 132. mal, wo
den die Wurzel so manchen Übels zu finden ist ?
Jede Veränderung beginnt bei jedem einzelnen von uns.
Eine
alte Weisheit sagt dazu : "Wer ein Problem erkennt,
und nichts zu seiner Beseitigung unternimmt ist möglicherweise ein Teil
dieses Problems."
Fritz Loindl
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